Die dmexco 2009: Mehr Bussi als Business?
Keine Frage: Als Branchentreff und Plattform zur Kontaktpflege war die dmexco eine gelungene Veranstaltung. In dieser Beziehung hatte auch das mission<one>-Messeteam zwei erfreuliche Tage in Köln.Dennoch: Die enorm hohen Erwartungen, die nicht zuletzt durch die rege PR geschürt worden waren, konnte die dmexco nicht erfüllen. Das sagen schon die Besucher- und Ausstellerzahlen, die zwar „zufriedenstellend“ sind, aber nicht annähernd an die Zahlen des Vorgängers OMD heranreichen.
Zudem hatte man speziell am zweiten Messetag den Eindruck, dass nur sehr wenige echte Entscheider vor Ort waren. Wer auf der dmexco angetreten war, vielversprechende Businesskontakte zu knüpfen, der erlebte hier unter Umständen eine Enttäuschung. mission<one>-Vorstand Thomas Striegl resümiert: „Nach meinem Eindruck ist die dmexco ein Branchentreff, der deutlich mehr Substanz vertragen könnte.“
Thematisch war die dmexco überwiegend von dem Hype um Social Networks bestimmt: Kaum eine Agentur, die nicht Twitter, facebook und Co. auf der Agenda hatte.
Auf Unternehmerseite allerdings herrschte nach wie vor eine gesunde Skepsis: Denn den Beweis, ein wirksames Tool zur Umsatzsteigerung zu sein, sind die Sozialen Netzwerke noch schuldig. Eine Kundin am mission<one>-Stand drückte das so aus: „Die Monetarisierung des Social Webs ist noch nicht in Sicht.“
Es scheint sogar ein regelrechter Gegentrend zum Web 2.0-Hype auf dem Vormarsch zu sein: „Am meisten gefragt waren bewährte Methoden, die die Öffnungs- und Klickrate und die Conversion-Rate in Online-Shops erhöhen“, berichtet mission<one>-Vorstand Klaus Artmann. So ließen sich die Standbesucher etwa über die Möglichkeiten zur Individualisierung des Kundendialogs und über spezielle Verkaufsförderungs-Maßnahmen zur Kunden-Aktivierung beraten.
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