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Was geht 2010?
Die wichtigsten Trends im Online-Marketing

Das vergangene Jahr ging mit viel Gezwitscher zu Ende – Twitter und andere Social Networks waren der Online-Hype 2009. Zugleich wurden große Erwartungen an das Marketing-Potenzial von Social Media geschürt, und etliche Unternehmen platzierten bereits Kampagnen in den Communities. Aber werden sich diese Erwartungen 2010 auch erfüllen? Oder sollten Unternehmen für ihre Online-Werbemaßnahmen auf ganz andere Entwicklungen setzen?

Wir verraten Ihnen, welche Trends im kommenden Jahr tatsächlich wichtig sind für das digitale Marketing: in unserer Online-Agenda 2010.


Die mission<one>-Online-Agenda 2010

1.    Individualisierung 3.0
Der wichtigste Trend ist eigentlich nichts Neues – gewinnt aber ständig an Bedeutung: Ohne individuelle Kundenansprache geht bald nichts mehr im Marketing. Speziell die online-affinen Zielgruppen lassen sich mit Gießkannen-Berieselung längst nicht mehr abspeisen. Im Internet ist das Wort „Zielgruppe“ schon beinahe obsolet geworden, denn für jedes noch so spezielle Interesse finden die User ihre Community, ihren Blog und ihren Shop. Darauf müssen sich Unternehmen einstellen: mit Strategien für ein konsequentes One-to-One-Marketing.


2.    E-Commerce
Nachdem sich das Online-Shopping im vergangenen Jahrzehnt bei den Kunden als feste Größe etabliert hat, setzt es nun zum ganz großen Sprung an: Auch hier findet eine immer größere Individualisierung statt. Immer mehr Shops stellen ihre Kunden in den Mittelpunkt, filtern ihre Interessen heraus und geben individuelle Kaufempfehlungen. Unter dem Schlagwort Social Commerce empfehlen darüber hinaus zufriedene Kunden über ihre sozialen Netzwerke Shops und Produkte weiter.
E-Commerce wird auch für Hersteller immer wichtiger: Als ergänzender Vertriebskanal sorgen die Hersteller-Online-Shops nicht nur für mehr Umsatz und Markenbildung, sondern auch dafür, dass die Hersteller ihre Kunden zum ersten Mal wirklich kennen lernen.


3.    Social Media Marketing
Seit im vergangenen Jahr der Hype um Twitter, facebook und Co. seinen Höhepunkt erreichte, schwirrt durch viele Marketingabteilungen die Frage „Lohnt sich Social Media Marketing?“ Darauf gibt es leider kein klares Ja oder Nein, sondern nur: Kommt drauf an. Die Nutzer sozialer Netzwerke reagieren äußerst ablehnend auf eindeutige Werbung – erst recht, wenn die Produkte für sie nicht relevant sind. Daher gilt: Unternehmen sollten nur dann aktiv werden, wenn ihr Produkt perfekt in das jeweilige Netzwerk passt und wenn der Auftritt so originell und überzeugend ist, dass die User gerne zum Markenbotschafter werden. Für alle anderen Fälle gilt: Finger weg, der Schaden für die Marke könnte höher sein als der mögliche Nutzen.


4.    Apps
App steht für Application und meint kleine Hilfsprogramme für Multimedia-Handys wie das iPhone, die eine Unmenge individueller Zusatznutzen bieten. Die Bandbreite reicht von Spielen  bis zu Echtzeit-Fluginfos. Die momentan rund 100.000 Apps wurden teils von den Apple-Profis, teils von freien Programmieren entwickelt und können im iTunes App Store heruntergeladen werden. Apps sind mit Sicherheit einer der größten Hypes 2010 für das mobile Marketing und eine viel versprechende Spielwiese für kreative Ideen. Denn mit einem nützlichen oder auch witzigen App können Unternehmen ihre Marke bei einer konsumfreudigen Zielgruppe etablieren, die darüber hinaus für die virale Verbreitung sorgt. 


5.    Video-Marketing
YouTube hatte es vorgemacht: Auch im Netz mögen die Menschen am liebsten bewegte Bilder. Das Marketing hat diese Erkenntnis genutzt – und nach einigen Jahren des Lernens sind auch die speziell fürs Internet entwickelten Filmchen so professionell und originell, dass die Kunden sie gerne schauen. Vom klassischen Werbespot bis zu aufwändigen Kurzfilmen und viralen Kampagnen bietet Video-Marketing eine bunte Palette kreativer Möglichkeiten, die Marke zu inszenieren, neue Produkte vorzustellen oder besondere Aktionen zu präsentieren.


6.    Augmented Reality
Die „erweiterte Realität“ soll uns das Leben noch leichter machen. Dahinter verbirgt sich kein Drogentrip – doch etwas surreal klingt es auf den ersten Blick schon: Die ganze Welt wird zum Internet, mithin also zum „Outernet“. Möglich machen das (mal wieder) die Smartphones, allen voran jene, die mit dem Handy-Betriebssystem Android laufen. Wer mit einem solchen Gerät z.B. Markenlogos fotografiert, erhält von Google eine Liste mit passenden Websites. Auf diese Weise könnte bald die ganze Welt voller „Hyperlinks“ sein, die per Foto „angeklickt“ werden. Handy-Reiseführer wie "Wikitude" und "Cyclopedia" zeigen dank GPS-Ortung und digitalem Kompass in Echtzeit an, auf welche Sehenswürdigkeiten man gerade blickt.
Dass sich durch die Augmented-Reality-Anwendungen ganz neue Marketing-Möglichkeiten ergeben, liegt auf der Hand. Clevere Marketing-Strategen sollten diesen Trend daher unbedingt im Auge behalten.


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